Lange Zeit glaubten die Menschen, am Sternenhimmel ablesen zu können, wie das gemeinschaftliche Leben auf der Erde organisiert bzw. zu gestalten sei. Umgekehrt beeinflussten soziale Konventionen den Blick zu den Sternen. Vorstellungen über die Ordnung von Kosmos und Gesellschaft standen in einer Wechselwirkung. Wie dieses Verhältnis zweierlei Ordnungsmodelle die Natur- und Sozialphilosophie der Frühen Neuzeit beeinflusst hat, ist Thema der Studie »Kosmos und Gesellschaft« von Peter Fischer.
Im VELBRÜCK WISSENSCHAFT MAGAZIN PODCAST stellt er sein Buch vor. Im Gespräch mit Velbrück-Lektor Thomas Gude geht es unter anderem um die Ursprünge von Soziologie und Sozialphilosophie, die Methode der Historischen Soziologie und die Versuche der Soziologie, ihre Vernachlässigung gesellschaftlicher Naturverhältnisse im Zeitalter des Klimawandelns zu überwinden.
Peter Fischer ist Privatdozent am Institut für Soziologie der Technischen Universität Dresden. Nach Promotion an der Universität Münster war er unter anderem an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität Berlin tätig.
