Die unhinterfragte Denkvoraussetzung Name vs. Ding in Platons »Kratylos«

Resultieren die Namen aus den Eigenschaften der Dinge oder werden die Namen im Sprachgebrauch als bloße Konventionen ohne ›Ding-Zusammenhang‹ entwickelt? Oder stimmt mal dieses, mal jenes? Wenn man Platon mit Josef Mitterer querliest, gelangt man zu einer Kritik der Voraussetzung des Dualismus von Namen und Dingen selbst – und zu einer Denkalternative. – Der folgende Text ist ein Auszug aus dem 2026 bei Velbrück Wissenschaft erscheinenden dritten Band zum Radikalen Lingualismus des österreichischen Kommunikationswissenschaftlers Stefan Weber. WEITERLESEN

Lernen im Ritual?

Was können Rituale lehren? Welche pädagogische Bedeutung haben sie? Welche Rolle spielt das Religiöse? Diesen Fragen geht Volker Schubert für das Velbrück Magazin nach und betrachtet dazu die Lehrstücke Brechts. Bei Velbrück Wissenschaft ist von ihm zur – wenig beachteten – Anthropologie Brechts das Buch »›Alles kann besser werden, außer dem Menschen.‹ Anthropologie und Pädagogik bei Bertolt Brecht.« (2025) erschienen. WEITERLESEN

Was sind ästhetische Objekte? | Ästhetisches Denken

Mit seinem 1958 erschienenen Werk Aesthetics legte der amerikanische Philosoph Monroe C. Beardsley in der noch jungen analytischen Philosophie den Grundstein für die Auseinandersetzung mit der philosophischen Ästhetik. Der jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienen Band »Was sind ästhetische Objekte?« liefert erstmals eine deutsche Teilübersetzung des ersten Abschnittes von Beardsleys umfangreicher Studie. Mit Luca Viglaloro spricht Herausgeber und Übersetzer Alexander Averhage für das Velbrück Magazin über Bedeutung und Aktualität von Beardsley Werk. WEITERLESEN

Wir Natürlichen

Eine Ende des Hypes um Künstliche Intelligenz ist bislang noch nicht abzusehen. Gleichwohl mangelt es nicht an kritischen Stimmen, die Bedenken an der neuen Technologie formulieren – insbesondere in ethischer und sozialer sowie ökologischer Hinsicht. Ein Unbehagen an der KI geht zudem auf die Tatsache zurück, dass durch sie der Unterschied zwischen Mensch und Maschine, Natürlichkeit und Künstlichkeit zu verschwinden droht. In seinem Beitrag für das Velbrück Magazin geht der Philosoph und Rechtswissenschaftler Lorenz Engi der Frage nach, warum wir dem Natürlichen überhaupt einen gesonderten Status einräumen. WEITERLESEN

Musikalische Zeit. Eine Skizze

Auch die Musik läuft in der Zeit ab. Das ist banal. Aber die Frage, wie dies geschieht, wie also die Musik mit der Zeit umgeht, wie sie sie gestaltet, ist weitaus weniger trivial. Ferdinand Zehentreiter geht ihr in seinem Beitrag für das Velbrück Magazin nach. Der Aufsatz stellt eine Skizze dar von Überlegungen, die in seinem Buch »Musikalische Zeit. Eine relativitätstheoretische Perspektive« (Velbrück Wissenschaft, 2025) eingehender entfaltet werden. WEITERLESEN.

Einschneidende Lebensentscheidung und transformative Erfahrung

Es gibt Entscheidungen im Leben, die alles bisher Erwartbare übersteigen. Sie verändern unser Leben auf radikale Weise – und sind dennoch unausweichlich, wenn wir ein authentisches Leben führen wollen. Jutta Thorbergsson entwickelt den Begriff der transformativen Erfahrung im Anschluss an Laurie A. Paul in ihrem Buch Einschneidende Lebensentscheidungen, das bei Velbrück Wissenschaft erschien, und erklärt für das Velbrück Magazin, wie eine christliche Perspektive solche Erfahrungen stützen und tragen kann. WEITERLESEN

Selbstanzeige: Das Recht des eigenen Erlebnisses

Das Recht zu entscheiden, ob es frei ist, liegt allein beim Individuum. Diese These entwickelt Konrad Steinhäuser durch einen Vergleich der Freiheitsbegriffe Arnold Gehlens, Axel Honneths und Isaiah Berlins in seinem neuen Buch Das Recht des eigenen Erlebnisses. Im Velbrück Magazin erklärt er, wie das Phänomen der Freiheit im Ausgang vom Erlebnis des Einzelnen zu beschreiben ist, ohne einer Anthropologie der Haltlosigkeit oder der Vermengung mit anderen Werten nachzugeben. WEITERLESEN

»A picture of a picture is a strange thing and it brings up a lot of contradictions …«. Intermedia als pansemiotisches Phänomen

Von Kunstwerken, die sich keinem Medium eindeutig zuordnen lassen, geht eine besondere Faszination aus. Für das Velbrück Magazin stellt Nina Ort, die bei Velbrück mit Wie wir Ideen klar machen eine Einführung in Charles Sanders Peirce’ Zeichentheorie veröffentlicht hat, Beispiele intermedialer Kunst vor und erklärt anhand der Peirce’schen Semiotik, worin das Überschüssige solcher Werke besteht, die sich – wie die Appropriation Art – weder auf eines noch auf mehrere Medien beschränken, sondern als pansemiotische Phänomene beschreiben lassen. WEITERLESEN

Der Körper der Moral

Menschlichkeit entsteht dort, wo Individuen ihr Leben miteinander teilen. Dieser Gedanke leitet das kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienene Werk Der Körper der Moral von Helmut Pape. In seinem Text für das Velbrück Magazin präsentiert er eine einführende Skizze der Argumentation seines Buches und legt dar, wie ›Beziehungen‹ – verstanden als Augenblicke einer geteilten Gegenwart – uns Menschen erst zur Moral befähigen. WEITERLESEN.