Dystopien haben Konjunktur. Kaum eine jüngere Erzählung, die sich in irgendeiner Weise mit der Zukunft auseinandersetzt, vermag sich darunter offenbar etwas anderes als eine Katastrophe vorzustellen. Dabei lässt sich beobachten, dass sowohl die Inhalte als auch die Herstellung, Distribution sowie Rezeption von Dystopien zusehends von der Digitalisierung geprägt sind. Digitalisierung verweist von sich auf die Idee des Fortschritts, als eine eigentlich eingespielte Kategorie gesellschaftlicher Selbstverständigung. Die digitale Dystopie zeigt jedoch an, dass diese Idee in große Schwierigkeiten geraten ist. Für das Velbrück Magazin dechiffriert Jan-Philipp Kruse – aufbauend auf seinem im Januar erschienenen, gleichnamigen Buch – die Probleme des Fortschrittsbegriff als Semantische Krise. Weiterlesen.
Autor: Velbrück
Nachhaltige Klimapolitik
Setzt Deutschland die richtigen Prioritäten beim Umgang mit dem Klimawandel? Hans von Storch und Velbrück-Autor Nico Stehr (zuletzt erschienen: Gesellschaft und Klima, 2019 mit Amanda Machin; Wissenskapitalismus, 2022) diskutieren in ihrem Beitrag für das Velbrück Magazin, ob die Einsparung von CO2-Emissionen allein ausreicht und was sonst noch getan werden muss. Weiterlesen.
Velbrück Wissenschaft Podcast Folge 4 | »Fermente des Sozialen« mit Elena Beregow
Die Metapher der Gärung führte in der Sozialtheorie eine bislang – passenderweise – eher unbemerkte Existenz, und dass obwohl sie bei so prominenten Autor:innen wie Marx, Durkheim, Lévi-Strauss oder Haraway eine mitunter entscheidende Rolle spielt. Auf die Fermente des Sozialen wirft nun Elena Beregows gleichnamiges Buch erstmals das Licht der soziologischen Analyse. Im Velbrück Wissenschaft Podcast stellt sie ihre Studie vor. Weiterlesen.
Sensibilitäten der Forschung
Die Rolle der Forschenden im Kontext ethnographischer Studien ist vielfach zum Objekt methodologischer Reflexionen geworden. In Anush Yeghiazaryans Studie Mythos und Identität wird sie diskutiert im Kontext von Diaspora und persönlicher Sozialisation. Für das Velbrück Magazin schreibt die Autorin – in Armenien geboren und aufgewachsen, an deutschen Universitäten tätig, über armenische Gemeinden in Österreich, Armenien und Iran forschend – über ihre Erfahrungen mit der wachsenden/abnehmenden Distanz oder Nähe zur eigenen und zu fremden (Wissenschafts-)Kulturen, die sie im Prozess der Forschung gemacht hat. Weiterlesen.
