Wir Natürlichen

Eine Ende des Hypes um Künstliche Intelligenz ist bislang noch nicht abzusehen. Gleichwohl mangelt es nicht an kritischen Stimmen, die Bedenken an der neuen Technologie formulieren – insbesondere in ethischer und sozialer sowie ökologischer Hinsicht. Ein Unbehagen an der KI geht zudem auf die Tatsache zurück, dass durch sie der Unterschied zwischen Mensch und Maschine, Natürlichkeit und Künstlichkeit zu verschwinden droht. In seinem Beitrag für das Velbrück Magazin geht der Philosoph und Rechtswissenschaftler Lorenz Engi der Frage nach, warum wir dem Natürlichen überhaupt einen gesonderten Status einräumen. WEITERLESEN

Vorteil David?

Die Geschichte hat gezeigt, dass in sogenannten asymmetrischen Kriegen nicht zwangsläufig die stärkere Konfliktpartei gewinnt. Könnte also die Ukraine – auch ohne moderne Waffentechnik wie die Taurus-Marschflugkörper und trotz widriger Umstände in der Internationalen Politik – im Kampf gegen das übermächtig scheinende Russland bestehen? Und wenn ja: unter welchen Bedingungen? Ähnlichen Fragen ist Roland Lochte in seinem Buch Gegen die Zeit im Kontext des Afghanistan-Einsatzes nachgegangen. Für das Velbrück Magazin wirft er einen Blick auf den Krieg in der Ukraine. WEITERLESEN

Musikalische Zeit. Eine Skizze

Auch die Musik läuft in der Zeit ab. Das ist banal. Aber die Frage, wie dies geschieht, wie also die Musik mit der Zeit umgeht, wie sie sie gestaltet, ist weitaus weniger trivial. Ferdinand Zehentreiter geht ihr in seinem Beitrag für das Velbrück Magazin nach. Der Aufsatz stellt eine Skizze dar von Überlegungen, die in seinem Buch »Musikalische Zeit. Eine relativitätstheoretische Perspektive« (Velbrück Wissenschaft, 2025) eingehender entfaltet werden. WEITERLESEN.

Selbstanzeige: Das Recht des eigenen Erlebnisses

Das Recht zu entscheiden, ob es frei ist, liegt allein beim Individuum. Diese These entwickelt Konrad Steinhäuser durch einen Vergleich der Freiheitsbegriffe Arnold Gehlens, Axel Honneths und Isaiah Berlins in seinem neuen Buch Das Recht des eigenen Erlebnisses. Im Velbrück Magazin erklärt er, wie das Phänomen der Freiheit im Ausgang vom Erlebnis des Einzelnen zu beschreiben ist, ohne einer Anthropologie der Haltlosigkeit oder der Vermengung mit anderen Werten nachzugeben. WEITERLESEN

»A picture of a picture is a strange thing and it brings up a lot of contradictions …«. Intermedia als pansemiotisches Phänomen

Von Kunstwerken, die sich keinem Medium eindeutig zuordnen lassen, geht eine besondere Faszination aus. Für das Velbrück Magazin stellt Nina Ort, die bei Velbrück mit Wie wir Ideen klar machen eine Einführung in Charles Sanders Peirce’ Zeichentheorie veröffentlicht hat, Beispiele intermedialer Kunst vor und erklärt anhand der Peirce’schen Semiotik, worin das Überschüssige solcher Werke besteht, die sich – wie die Appropriation Art – weder auf eines noch auf mehrere Medien beschränken, sondern als pansemiotische Phänomene beschreiben lassen. WEITERLESEN

Eine selbstkritische Verteidigung der europäischen Moderne im Licht der postkolonialen Kritik

Seit die Moderne existiert, so scheint es, gibt es auch eine Kritik an ihr. Viel und mitunter hitzig werden in dieser Hinsicht gegenwärtig Ansätze postkolonialer Theoriebildung disktuiert. Diese selbst sind mittlerweile ins Visier einer Gegen-Kritik geraten. Hans Schelkshorn plädiert im Velbrück Magazin sowie in seinem Buch Entgrenzungen. Ein europäischer Beitrag zum Diskurs der Moderne für einen Umgang mit der Moderne, der sie vor dem Hintergrund ihrer kolonialen Geschichte weder radikal verwirft noch verharmlost. WEITERLESEN.

Zum Elitebegriff: Macht oder Charakter

Der Elitebegriff gehört in der Soziologie wohl zu den kontroversesten. Das mag insbesondere mit seiner polemisch-kritischen Note zu tun haben, die häufig zu seinem objekten Beschreibungs- und Erklärungsgehalt hinzutritt. Peter Waldmann, der jüngst sein Buch über Elitenbildung im kulturellen und historischen Vergleich bei Velbrück Wissenschaft veröffentlich hat, skizziert im Velbrück Magazin gängige Ansätze in der Elitentheorie und stellt einen eigenen, auf den Charakter der Eliteanwärter fokussierten Ansatz vor. WEITERLESEN

Unverantwortlichkeit und Verantwortungslosigkeit

Hochmodernen Gesellschaften gelingt es immer seltener, die Folgen komplexer Prozesse zweifelsfrei auf Urheber zurückzuführen und Verantwortliche für entstandene Schäden zu finden. Ludger Heidbrink hat in seinem neuen Buch Nichtverantwortlichkeit den Vorschlag gemacht,  den Blick umzukehren: Unter welchen Umständen wird es möglich, Personen, Akteure oder Organisationen von ihrer Verantwortung freizusprechen, ohne sie dadurch vorschnell zu entlasten? Für das Velbrück Magazin skizziert er den in seinem Buch entfalteten Unterschied zwischen einer legitimen Unverantwortlichkeit und einer illegitimen Verantwortungslosigkeit. WEITERLESEN

Ist Musik eine Sprache der Gefühle?

Musik als Sprache zu verstehen, ist in der Musiktheorie seit langem üblich. Analogien zur Grammatik und Satzstruktur, zu Rhetorik und Gestik, Schrift und Verbalsprache drängen sich auf. Trotzdem ist der Vergleich nicht unproblematisch. Für das Velbrück Magazin schlüsselt Ferdinand Zehentreiter die Schwierigkeiten der These über die Vergleichbarkeit von Musik und Sprache mit Blick auf ihre historische Genese auf. WEITERLESEN

Nach dem Boom. Möglichkeiten einer Soziologie des Bildes

Im Angesicht der alltäglich anzutreffenden Entkoppelung von Bild und Faktizität, einhergehend mit der Über-Ästhetisierung der (digitalen) Lebenswelt, vergleicht Ingo Meyer (der bei Velbrück Wissenschaft bereits Georg Simmels Ästhetik veröffentlichte) verschiedene Ansätze zur Soziologie des Bildes – und zieht Bilanz: Wo reicht die Theorie aus und wo ist sie vor allem noch ungenügend? WEITERLESEN