Ist Musik eine Sprache der Gefühle?

Musik als Sprache zu verstehen, ist in der Musiktheorie seit langem üblich. Analogien zur Grammatik und Satzstruktur, zu Rhetorik und Gestik, Schrift und Verbalsprache drängen sich auf. Trotzdem ist der Vergleich nicht unproblematisch. Für das Velbrück Magazin schlüsselt Ferdinand Zehentreiter die Schwierigkeiten der These über die Vergleichbarkeit von Musik und Sprache mit Blick auf ihre historische Genese auf. WEITERLESEN

Nach dem Boom. Möglichkeiten einer Soziologie des Bildes

Im Angesicht der alltäglich anzutreffenden Entkoppelung von Bild und Faktizität, einhergehend mit der Über-Ästhetisierung der (digitalen) Lebenswelt, vergleicht Ingo Meyer (der bei Velbrück Wissenschaft bereits Georg Simmels Ästhetik veröffentlichte) verschiedene Ansätze zur Soziologie des Bildes – und zieht Bilanz: Wo reicht die Theorie aus und wo ist sie vor allem noch ungenügend? WEITERLESEN

Der Körper der Moral

Menschlichkeit entsteht dort, wo Individuen ihr Leben miteinander teilen. Dieser Gedanke leitet das kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienene Werk Der Körper der Moral von Helmut Pape. In seinem Text für das Velbrück Magazin präsentiert er eine einführende Skizze der Argumentation seines Buches und legt dar, wie ›Beziehungen‹ – verstanden als Augenblicke einer geteilten Gegenwart – uns Menschen erst zur Moral befähigen. WEITERLESEN.

Kulturgeschichte des Rechts im Deutschland des 19. Jahrhunderts

Das deutsche Privatrecht des 19. Jahrhunderts übernahm die vom Wunsch nach Einheit und Ordnung geprägte Perspektive des Staates. Gesellschaft galt ihm als gefährlich, nicht als Ort der Wissensgenerierung und praktischer Handlungskontext. Das zeigt Karl-Heinz Ladeur in seinem jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Buch und weist nach, wie stattdessen der Bildungsroman zur Reflexionsform des »Rechts als Kultur« und zum Medium der Selbstentwicklung des Rechtssubjekts wurde. Im Velbrück Magazin präsentiert er einige Vorüberlegungen zu Das Rechtssubjekt und sein Bildungsroman. WEITERLESEN

Velbrück Wissenschaft Podcast Folge 11 | »Warum Antisemitismus?« mit Stefan Vennmann, Anne-Maika Krüger und Felix Kronau

Im Antisemitismus, verstanden als kollektives Wahnsystem oder als gemeinschaftlicher Regress, entledigt sich das Individuum seiner Subjektivität, gibt die Verantwortung für sein Handeln ab und erspart sich die Mühen der Selbstreflexion – so eine gängige These. Dass dies das Problem nur teilweise erfasst, zeigt der Band »Warum Antisemitismus?«. Denn durch Teilnahme an antisemitischen Praktiken versucht der Einzelne immer auch, neue Handlungsfähigkeit zu gewinnen und sich als politisches Subjekt hervorzubringen. Im VELBRÜCK WISSENSCHAFT PODCAST stellen die Herausgeber Stefan Vennmann, Anne-Maika Krüger und Felix Kronau – auch mit Blick auch die Entwicklungen im Zuge des gegenwärtigen Gaza-Krieges – ihren Band vor. WEITERLESEN

Kann man den Sinn des Lebens finden?

Was ist der Sinn des Lebens? Eine Antwort auf diese Frage sind bislang noch alle Religionen und Philosophien schuldig geblieben. Bleibt als ›Ausweg‹ dann nur noch der Nihilismus als Einsicht in die Sinnlosigkeit des Lebens? Hendrik Wallat (jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Dyspraxia. Kritische Theorie im Sog der Negativität, 2023) geht in seinem Beitrag für das Velbrück Magazin den Versuchen von Arthur Schopenhauer und Albert Camus nach, mit diesem Problem umzugehen. WEITERLESEN

Velbrück Wissenschaft Podcast Folge 10 | »Das Bewusstsein der Maschinen« mit Jonathan Harth und Werner Vogd

Maschinen mit Bewusstsein? Was lange Zeit ein Thema der Science-Fiction geblieben ist, scheint dank ChatGPT & Co. nun Realität zu werden. Ob künstliche Intelligenzen tatsächlich als Subjekte gelten können, ist jedoch weiterhin umstritten. Angelehnt an Günther Gotthards Werk »Das Bewusstsein der Maschinen« von 1957 haben Werner Vogd und Jonathan Hardt in ihrer Studie Das Bewusstsein der Maschinen – die Mechanik des Bewusstseins diskutiert, wie die aktuellen Fortschritte in der KI-Forschung philosophisch zu bewerten sind. Im VELBRÜCK WISSENSCHAFT PODCAST stellen sie ihre Studie vor. WEITERLESEN

Wissenschaft denkt nicht

»Wissenschaft denkt nicht«, so heißt es bei Martin Heidegger provokant. In seinem Beitrag für das Velbrück Magazin schlüsselt Manfred E.A. Schmutzer (Autor von PANTA RHEI. Die Geburt der Wissenschaften, Velbrück Wissenschaft 2011) diesen rätselhafen Satz auf – nicht zuletzt, um vor dem wohlmeinenden Vorhaben zu warnen, »Wissenschaftsskepsis« zu bekämpfen. Hier wird nämlich der bedeutende Unterschied vergessen, der zwischen ›Denken‹ und ›Wissenschaft‹ besteht. WEITERLESEN