Der Elitebegriff gehört in der Soziologie wohl zu den kontroversesten. Das mag insbesondere mit seiner polemisch-kritischen Note zu tun haben, die häufig zu seinem objekten Beschreibungs- und Erklärungsgehalt hinzutritt. Peter Waldmann, der jüngst sein Buch über Elitenbildung im kulturellen und historischen Vergleich bei Velbrück Wissenschaft veröffentlich hat, skizziert im Velbrück Magazin gängige Ansätze in der Elitentheorie und stellt einen eigenen, auf den Charakter der Eliteanwärter fokussierten Ansatz vor. WEITERLESEN
Autor: Velbrück
Unverantwortlichkeit und Verantwortungslosigkeit
Hochmodernen Gesellschaften gelingt es immer seltener, die Folgen komplexer Prozesse zweifelsfrei auf Urheber zurückzuführen und Verantwortliche für entstandene Schäden zu finden. Ludger Heidbrink hat in seinem neuen Buch Nichtverantwortlichkeit den Vorschlag gemacht, den Blick umzukehren: Unter welchen Umständen wird es möglich, Personen, Akteure oder Organisationen von ihrer Verantwortung freizusprechen, ohne sie dadurch vorschnell zu entlasten? Für das Velbrück Magazin skizziert er den in seinem Buch entfalteten Unterschied zwischen einer legitimen Unverantwortlichkeit und einer illegitimen Verantwortungslosigkeit. WEITERLESEN
Ist Musik eine Sprache der Gefühle?
Musik als Sprache zu verstehen, ist in der Musiktheorie seit langem üblich. Analogien zur Grammatik und Satzstruktur, zu Rhetorik und Gestik, Schrift und Verbalsprache drängen sich auf. Trotzdem ist der Vergleich nicht unproblematisch. Für das Velbrück Magazin schlüsselt Ferdinand Zehentreiter die Schwierigkeiten der These über die Vergleichbarkeit von Musik und Sprache mit Blick auf ihre historische Genese auf. WEITERLESEN
Komik verändert die Lebenswelt
Hat die Komik gesellschaftliche Bedeutung? Darauf gibt Benjamin Eisenberg im Velbrück Magazin eine Antwort. Als Komik-Forscher – gerade erschien bei v. Hase & Koehler sein Buch Begriffe für die Komik-Analyse – und hauptberuflicher Kabarettist steht er zwischen den Stühlen und spricht nicht ganz ohne Augenzwinkern. WEITERLESEN.
Nach dem Boom. Möglichkeiten einer Soziologie des Bildes
Im Angesicht der alltäglich anzutreffenden Entkoppelung von Bild und Faktizität, einhergehend mit der Über-Ästhetisierung der (digitalen) Lebenswelt, vergleicht Ingo Meyer (der bei Velbrück Wissenschaft bereits Georg Simmels Ästhetik veröffentlichte) verschiedene Ansätze zur Soziologie des Bildes – und zieht Bilanz: Wo reicht die Theorie aus und wo ist sie vor allem noch ungenügend? WEITERLESEN
Der Körper der Moral
Menschlichkeit entsteht dort, wo Individuen ihr Leben miteinander teilen. Dieser Gedanke leitet das kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienene Werk Der Körper der Moral von Helmut Pape. In seinem Text für das Velbrück Magazin präsentiert er eine einführende Skizze der Argumentation seines Buches und legt dar, wie ›Beziehungen‹ – verstanden als Augenblicke einer geteilten Gegenwart – uns Menschen erst zur Moral befähigen. WEITERLESEN.
Kulturgeschichte des Rechts im Deutschland des 19. Jahrhunderts
Das deutsche Privatrecht des 19. Jahrhunderts übernahm die vom Wunsch nach Einheit und Ordnung geprägte Perspektive des Staates. Gesellschaft galt ihm als gefährlich, nicht als Ort der Wissensgenerierung und praktischer Handlungskontext. Das zeigt Karl-Heinz Ladeur in seinem jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Buch und weist nach, wie stattdessen der Bildungsroman zur Reflexionsform des »Rechts als Kultur« und zum Medium der Selbstentwicklung des Rechtssubjekts wurde. Im Velbrück Magazin präsentiert er einige Vorüberlegungen zu Das Rechtssubjekt und sein Bildungsroman. WEITERLESEN
Phänomenologische Evidenz als Quelle politischer Kritik
In seinem kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Buch Der logische Aufbau des Liberalismus macht Berthold Oelze die Phänomenlogie Edmund Husserls für die Analyse politischer Strömungen, Denkrichtungen und Ideologien fruchtbar. In seinem Beitrag für das Velbrück Magazin bringt er eine kurze Einführung in seine Methode. WEITERLESEN
»Virale Wissenschaft«-Podcast // Folge 2 & 3
Wissenschaft versteht sich nicht von selbst. Wie sehr sie darauf angewiesen ist, der breiten Öffentlichkeit eingängig kommuniziert zu werden, hat zuletzt die Covid-19-Pandemie gezeigt. Die sozialen wie medialen Herausforderungen, denen sich die populäre Vermittlung komplexer, hoch spezialisierter Forschung gegenübersieht, ist Thema des Essays »Virale Wissenschaft« von Patricia Gwozdz, erschienen im Verlag von Hase & Koehler 1797. Begleitend zum Buch präsentiert das Velbrück Magazin den gleichnamigen Podcast, produziert von Patricia Gwozdz. WEITERLESEN
Wie fungiert die Urteilskraft?
Zum klassischen Begriffsinventar der Aufklärung gehört auch die Urteilskraft. Sie verspricht praktischen Nutzen, aber wie sie funktioniert, bleibt unklar. Anlässlich des Erscheinens seiner Studie über Rousseau und die Aufklärung der Urteilskraft wirft Rainer Enskat für das Velbrück Magazin ein Schlaglicht auf das Rätsel Urteilskraft. WEITERLESEN
