Das Recht zu entscheiden, ob es frei ist, liegt allein beim Individuum. Diese These entwickelt Konrad Steinhäuser durch einen Vergleich der Freiheitsbegriffe Arnold Gehlens, Axel Honneths und Isaiah Berlins in seinem neuen Buch Das Recht des eigenen Erlebnisses. Im Velbrück Magazin erklärt er, wie das Phänomen der Freiheit im Ausgang vom Erlebnis des Einzelnen zu beschreiben ist, ohne einer Anthropologie der Haltlosigkeit oder der Vermengung mit anderen Werten nachzugeben. WEITERLESEN
Kategorie: Allgemein
»A picture of a picture is a strange thing and it brings up a lot of contradictions …«. Intermedia als pansemiotisches Phänomen
Von Kunstwerken, die sich keinem Medium eindeutig zuordnen lassen, geht eine besondere Faszination aus. Für das Velbrück Magazin stellt Nina Ort, die bei Velbrück mit Wie wir Ideen klar machen eine Einführung in Charles Sanders Peirce’ Zeichentheorie veröffentlicht hat, Beispiele intermedialer Kunst vor und erklärt anhand der Peirce’schen Semiotik, worin das Überschüssige solcher Werke besteht, die sich – wie die Appropriation Art – weder auf eines noch auf mehrere Medien beschränken, sondern als pansemiotische Phänomene beschreiben lassen. WEITERLESEN
Eine selbstkritische Verteidigung der europäischen Moderne im Licht der postkolonialen Kritik
Seit die Moderne existiert, so scheint es, gibt es auch eine Kritik an ihr. Viel und mitunter hitzig werden in dieser Hinsicht gegenwärtig Ansätze postkolonialer Theoriebildung disktuiert. Diese selbst sind mittlerweile ins Visier einer Gegen-Kritik geraten. Hans Schelkshorn plädiert im Velbrück Magazin sowie in seinem Buch Entgrenzungen. Ein europäischer Beitrag zum Diskurs der Moderne für einen Umgang mit der Moderne, der sie vor dem Hintergrund ihrer kolonialen Geschichte weder radikal verwirft noch verharmlost. WEITERLESEN.
Zum Elitebegriff: Macht oder Charakter
Der Elitebegriff gehört in der Soziologie wohl zu den kontroversesten. Das mag insbesondere mit seiner polemisch-kritischen Note zu tun haben, die häufig zu seinem objekten Beschreibungs- und Erklärungsgehalt hinzutritt. Peter Waldmann, der jüngst sein Buch über Elitenbildung im kulturellen und historischen Vergleich bei Velbrück Wissenschaft veröffentlich hat, skizziert im Velbrück Magazin gängige Ansätze in der Elitentheorie und stellt einen eigenen, auf den Charakter der Eliteanwärter fokussierten Ansatz vor. WEITERLESEN
Ist Musik eine Sprache der Gefühle?
Musik als Sprache zu verstehen, ist in der Musiktheorie seit langem üblich. Analogien zur Grammatik und Satzstruktur, zu Rhetorik und Gestik, Schrift und Verbalsprache drängen sich auf. Trotzdem ist der Vergleich nicht unproblematisch. Für das Velbrück Magazin schlüsselt Ferdinand Zehentreiter die Schwierigkeiten der These über die Vergleichbarkeit von Musik und Sprache mit Blick auf ihre historische Genese auf. WEITERLESEN
Komik verändert die Lebenswelt
Hat die Komik gesellschaftliche Bedeutung? Darauf gibt Benjamin Eisenberg im Velbrück Magazin eine Antwort. Als Komik-Forscher – gerade erschien bei v. Hase & Koehler sein Buch Begriffe für die Komik-Analyse – und hauptberuflicher Kabarettist steht er zwischen den Stühlen und spricht nicht ganz ohne Augenzwinkern. WEITERLESEN.
Nach dem Boom. Möglichkeiten einer Soziologie des Bildes
Im Angesicht der alltäglich anzutreffenden Entkoppelung von Bild und Faktizität, einhergehend mit der Über-Ästhetisierung der (digitalen) Lebenswelt, vergleicht Ingo Meyer (der bei Velbrück Wissenschaft bereits Georg Simmels Ästhetik veröffentlichte) verschiedene Ansätze zur Soziologie des Bildes – und zieht Bilanz: Wo reicht die Theorie aus und wo ist sie vor allem noch ungenügend? WEITERLESEN
Der Körper der Moral
Menschlichkeit entsteht dort, wo Individuen ihr Leben miteinander teilen. Dieser Gedanke leitet das kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienene Werk Der Körper der Moral von Helmut Pape. In seinem Text für das Velbrück Magazin präsentiert er eine einführende Skizze der Argumentation seines Buches und legt dar, wie ›Beziehungen‹ – verstanden als Augenblicke einer geteilten Gegenwart – uns Menschen erst zur Moral befähigen. WEITERLESEN.
Kulturgeschichte des Rechts im Deutschland des 19. Jahrhunderts
Das deutsche Privatrecht des 19. Jahrhunderts übernahm die vom Wunsch nach Einheit und Ordnung geprägte Perspektive des Staates. Gesellschaft galt ihm als gefährlich, nicht als Ort der Wissensgenerierung und praktischer Handlungskontext. Das zeigt Karl-Heinz Ladeur in seinem jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Buch und weist nach, wie stattdessen der Bildungsroman zur Reflexionsform des »Rechts als Kultur« und zum Medium der Selbstentwicklung des Rechtssubjekts wurde. Im Velbrück Magazin präsentiert er einige Vorüberlegungen zu Das Rechtssubjekt und sein Bildungsroman. WEITERLESEN
Phänomenologische Evidenz als Quelle politischer Kritik
In seinem kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Buch Der logische Aufbau des Liberalismus macht Berthold Oelze die Phänomenlogie Edmund Husserls für die Analyse politischer Strömungen, Denkrichtungen und Ideologien fruchtbar. In seinem Beitrag für das Velbrück Magazin bringt er eine kurze Einführung in seine Methode. WEITERLESEN
