Zum Elitebegriff: Macht oder Charakter

Der Elitebegriff gehört in der Soziologie wohl zu den kontroversesten. Das mag insbesondere mit seiner polemisch-kritischen Note zu tun haben, die häufig zu seinem objekten Beschreibungs- und Erklärungsgehalt hinzutritt. Peter Waldmann, der jüngst sein Buch über Elitenbildung im kulturellen und historischen Vergleich bei Velbrück Wissenschaft veröffentlich hat, skizziert im Velbrück Magazin gängige Ansätze in der Elitentheorie und stellt einen eigenen, auf den Charakter der Eliteanwärter fokussierten Ansatz vor. WEITERLESEN

Ist Musik eine Sprache der Gefühle?

Musik als Sprache zu verstehen, ist in der Musiktheorie seit langem üblich. Analogien zur Grammatik und Satzstruktur, zu Rhetorik und Gestik, Schrift und Verbalsprache drängen sich auf. Trotzdem ist der Vergleich nicht unproblematisch. Für das Velbrück Magazin schlüsselt Ferdinand Zehentreiter die Schwierigkeiten der These über die Vergleichbarkeit von Musik und Sprache mit Blick auf ihre historische Genese auf. WEITERLESEN

Nach dem Boom. Möglichkeiten einer Soziologie des Bildes

Im Angesicht der alltäglich anzutreffenden Entkoppelung von Bild und Faktizität, einhergehend mit der Über-Ästhetisierung der (digitalen) Lebenswelt, vergleicht Ingo Meyer (der bei Velbrück Wissenschaft bereits Georg Simmels Ästhetik veröffentlichte) verschiedene Ansätze zur Soziologie des Bildes – und zieht Bilanz: Wo reicht die Theorie aus und wo ist sie vor allem noch ungenügend? WEITERLESEN

Der Körper der Moral

Menschlichkeit entsteht dort, wo Individuen ihr Leben miteinander teilen. Dieser Gedanke leitet das kürzlich bei Velbrück Wissenschaft erschienene Werk Der Körper der Moral von Helmut Pape. In seinem Text für das Velbrück Magazin präsentiert er eine einführende Skizze der Argumentation seines Buches und legt dar, wie ›Beziehungen‹ – verstanden als Augenblicke einer geteilten Gegenwart – uns Menschen erst zur Moral befähigen. WEITERLESEN.

Kulturgeschichte des Rechts im Deutschland des 19. Jahrhunderts

Das deutsche Privatrecht des 19. Jahrhunderts übernahm die vom Wunsch nach Einheit und Ordnung geprägte Perspektive des Staates. Gesellschaft galt ihm als gefährlich, nicht als Ort der Wissensgenerierung und praktischer Handlungskontext. Das zeigt Karl-Heinz Ladeur in seinem jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Buch und weist nach, wie stattdessen der Bildungsroman zur Reflexionsform des »Rechts als Kultur« und zum Medium der Selbstentwicklung des Rechtssubjekts wurde. Im Velbrück Magazin präsentiert er einige Vorüberlegungen zu Das Rechtssubjekt und sein Bildungsroman. WEITERLESEN

»Virale Wissenschaft«-Podcast // Folge 2 & 3

Wissenschaft versteht sich nicht von selbst. Wie sehr sie darauf angewiesen ist, der breiten Öffentlichkeit eingängig kommuniziert zu werden, hat zuletzt die Covid-19-Pandemie gezeigt. Die sozialen wie medialen Herausforderungen, denen sich die populäre Vermittlung komplexer, hoch spezialisierter Forschung gegenübersieht, ist Thema des Essays »Virale Wissenschaft« von Patricia Gwozdz, erschienen im Verlag von Hase & Koehler 1797. Begleitend zum Buch präsentiert das Velbrück Magazin den gleichnamigen Podcast, produziert von Patricia Gwozdz. WEITERLESEN

Velbrück Wissenschaft Podcast Folge 11 | »Warum Antisemitismus?« mit Stefan Vennmann, Anne-Maika Krüger und Felix Kronau

Im Antisemitismus, verstanden als kollektives Wahnsystem oder als gemeinschaftlicher Regress, entledigt sich das Individuum seiner Subjektivität, gibt die Verantwortung für sein Handeln ab und erspart sich die Mühen der Selbstreflexion – so eine gängige These. Dass dies das Problem nur teilweise erfasst, zeigt der Band »Warum Antisemitismus?«. Denn durch Teilnahme an antisemitischen Praktiken versucht der Einzelne immer auch, neue Handlungsfähigkeit zu gewinnen und sich als politisches Subjekt hervorzubringen. Im VELBRÜCK WISSENSCHAFT PODCAST stellen die Herausgeber Stefan Vennmann, Anne-Maika Krüger und Felix Kronau – auch mit Blick auch die Entwicklungen im Zuge des gegenwärtigen Gaza-Krieges – ihren Band vor. WEITERLESEN