Die NASA und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten erforschen neuerdings unidentifizierte anomale Phänomene, kurz UAP. Was jahrzehntelang ein Tabu war und stigmatisiert wurde, gewinnt zunehmend an Akzeptanz – nicht zuletzt deshalb, weil das neue Akronym davor schützt, kultur- und mediengeschichtlich bedingten Reflexen ausgesetzt zu sein, die ausgelöst werden, sobald von UFOs die Rede ist. Was aber ist UAP-Forschung? Und wie gehen wir mit Entwicklungen um, die so extrem scheinen, dass sie eine Gefahr für die im Entstehen begriffene UAP-Forschung sein könnten? Im Anschluss an das bei Velbrück Wissenschaft erschienene Buch Kultur des Selbstdenkens nimmt sich der Autor Claus Langbehn für das Velbrück Magazin den Fall David Grusch vor, um zu erkunden, wie öffentliche Philosophie einen Beitrag zur Versachlichung leisten kann. WEITERLESEN
Kategorie: Velbrück Wissenschaft
Velbrück Wissenschaft Podcast Folge 9 | »Mythisches Denken im Sport« mit Franz Bockrath
Mythische Anschauungen, die überwunden schienen, kehren im modernen Sport wieder. Hier lebt das Bedürfnis fort, der chaotisch erscheinenden Welt einen einheitsstiftenden Sinn abzuringen. Diesem Phänomen gehen die zwei Bände der Studie Mythos Sport von Franz Bockrath im Zusammenhang mit Subjektivierungsprozessen nach, die sich mittels sportlich-körperzentrierter Rituale, Praktiken und Übungen vollziehen. Die neue Folge des VELBRÜCK WISSENSCHAFT PODCAST präsentiert den Mitschnitt eines Vortrags, den Franz Bockrath unter dem Titel "Mythisches Denken im Sport" gehalten hat. WEITERLESEN
Velbrück Wissenschaft Podcast Folge 8 | »Kosmos und Gesellschaft« mit Peter Fischer
Lange Zeit glaubten Menschen, am Sternenhimmel ablesen zu können, wie das gemeinschaftliche Leben auf der Erde organisiert bzw. zu gestalten sei. Umgekehrt beeinflussten soziale Konventionen den Blick zu den Sternen. Vorstellungen über die Ordnung von Kosmos und Gesellschaft standen in einer Wechselwirkung. Wie dieses Verhältnis zweierlei Ordnungsmodelle die Natur- und Sozialphilosphie der Frühen Neuzeit beeinflusst hat, ist Thema der Studie »Kosmos und Gesellschaft« von Peter Fischer. Im VELBRÜCK WISSENSCHAFT MAGAZIN PODCAST stellt er sein Buch vor. WEITERLESEN.
Der Westen verrennt sich: Houellebecq im Spiegel der Gesellschaftstheorie
Das Verhältnis von Realität und Kunst hat sich ins Gegenteil verkehrt, so die These von Christine Magerski und David Roberts in ihrem neuen Buch Umgekehrte Mimesis. Nicht länger versucht Kunst, Wirklichkeit abzubilden. Stattdessen ist sie es nun, die der Welt ihre Formen aufprägt. Diese umgekehrte Mimesis zielt auf die Neugestaltung all dessen, was zuvor als gegeben akzeptiert werden musste. Spätestens im ›kulturellen Kapitalismus‹ der Spätmoderne wird Künstlichkeit allumfassend. Das Velbrück Magazin präsentiert ein Kapitel aus der im Buch entfalteten Geschichte der Künstlichkeit als einer fortschreitenden Ästhetisierung von Subjekt, Kultur und Gesellschaft. Es geht – unter besonderer Berücksichtigung des Werks von Michel Houellebecq – um die von Andreas Reckwitz nachgezeichnete Entwicklung des »Subjekts des entgrenzten Spiels des Begehrens« (1960–1980) zum seit den achtziger Jahren dominierenden »konsumatorischen Kreativsubjekt«. WEITERLESEN.
Eine an den Problemfeldern ›Sprache‹ und ›Darstellung‹ orientierte Interpretation von Hegels »Phänomenologie des Geistes«
In seiner jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Studie Sprache und Darstellung der Phänomenologie des Geistes arbeitet Simon Waskow detailliert heraus, dass Hegels Phänomenologie des Geistes eine komplexe Theorie der Sprache enthält, die sich durch alle Teile seiner Schrift zieht und ein Kernmoment in deren Programm einer situierten, kritischen Darstellung des erscheinenden Wissens bildet. Für das Velbrück Magazin fasst der Autor seine Studie in Grundzügen zusammen. Weiterlesen.
Dichtung und Wahrheit
Dichtung und Wahrheit, das impliziert zweierlei: einerseits, dass sie voneinander zu unterscheiden sind; andererseits, dass sie ein zusammengehöriges Ganzes bilden. Diesem intrikaten Verhältnis geht Manfred E.A. Schmutzer (Autor von PANTA RHEI. Die Geburt der Wissenschaften, Velbrück Wissenschaft 2011) in seiner philosophischen Erkundung für das Velbrück Magazin nach. Weiterlesen.
Was sehen wir, wenn wir in den Nachthimmel schauen?
Es gibt keinen unverstellten Blick auf die Sterne. Das hat nicht nur mit wolkenverhangenen Nächten oder der Lichtverschmutzung vor allem in den stets hell erleuchteten Städten zu tun. Auch unser Wissen über das Firmament prägt die Art und Weise, wie wir die Himmelskörper verstehen. Peter Fischer hat dies in seiner jüngst bei Velbrück Wissenschaft erschienenen Studie »Kosmos und Gesellschaft« für die in der Frühen Neuzeit aufkommenden Sozialwissenschaften gezeigt. Was die soziale Konventionen für unserer Perspektive auf die Sterne bedeuten und wie der Himmel uns als Projektionsfläche dient, umreißt er in einem kurzen Text für das Velbrück Magazin. Weiterlesen.
documenta 15. Gut gemeint, oder? Postskriptum (2) zu Die Welten der documenta
Am 25. September 2022 endete die documenta fifteen in Kassel. Zur skandalumwitterten Kunstschau präsentiert das Velbrück Magazin – im Anschluss an den von Paul Buckermann herausgegebenen Band Die Welten der Document – einen Rückblick in Form eines dreiteiligen Postskriptums. Die zweite Reflexion legen Christine Magerski und David Roberts vor. Zuvor hatte Paul Buckermann den Anfang gemacht. Es folgt ein Beitrag von Cheryce von Xylander. Weiterlesen.
War die documenta fifteen ein Erfolg? Editorisches Postskriptum zu Die Welten der documenta
Am 25. September 2022 endete die documenta fifteen in Kassel. Ein halbes Jahr später ist die skandalgeschüttelte Kunstschau noch längst nicht aus der öffentlichen Debatte verschwunden. Bewahrheitet hat sich damit jedenfalls, dass »das Weltkunstereignis documenta immer wieder selbst prominenter Gegenstand zahlreicher Debatten sowie Projektionsfläche widersprüchlicher Interessen« ist, wie es im Klappentext des Bandes Die Welten der documenta heißt, den Paul Buckermann bei Velbrück Wissenschaft herausgegeben hat. Grund genug für eine Rückschau, die das Velbrück Wissenschaft Magazin in Form eines dreiteiligen Postskriptums präsentiert: Den Anfang macht Herausgeber Paul Buckermann, es folgen Beiträge von Christine Magerski und David Roberts sowie von Cheryce von Xylander.
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Tote Theoretiker. In der Scherbenwelt der Großtheorien
»Theoretiker sterben. Theorien ebenso. Selten geschieht beides gleichzeitig. Und doch gibt es eine Beziehung, eine seltsame Verbindung von Körper und Theorie«, schreibt Felix Keller, Autor der zweiteiligen Studie Anonymität und Gesellschaft (erschienen bei Velbrück Wissenschaft: Teil I (2021), Teil 2 (2022)), im Velbrück Magazin. In seinem Beitrag geht er der Krise – oder gar dem Ende? – soziologischer Großtheorien nach. Weiterlesen.
